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Nach dem Feuer. Was tun?
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Die Stimmen hinter der 112

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In der zentralen Leitstelle im Landratsamt werden die Einsätze der Rettungsdienste im Taunus koordiniert

Der heutige Rosenmontag, der 11. Februar, ist der Aktionstag "Europäischer Notruf 112". Wer im Notfall diese Nummer wählt, der bekommt schnell Hilfe. Aber wer sind eigentlich die Männer, die diese Hilfe vermitteln?

Leistelle
Gerhard Bruder (links) und Jürgen Eß müssen gleich mehrere Monitore im Blick haben, wenn sie in der zentralen Leitstelle Dienst haben. Foto: Reichwein
  1. Hochtaunus.  Schon kleinen Kinder bringt man bei, bei Notfällen die 112 zu rufen: "Das ist die Feuerwehr, die kommt sofort und hilft dir." Der Satz ist aber nur fast richtig. Wer die 112 anruft, der bekommt tatsächlich Hilfe, aber hinter der Nummer steckt nicht die Feuerwehr, sondern die zentrale Leitstelle des Hochtaunuskreises. Die ist im fünften Stock des Landratsamtes untergebracht, hinter verschlossenen Türen, die sich nur im Ausnahmefall für Nicht-Mitarbeiter öffnen.

Denn hier ist absolute Konzentration gefragt: Zeit für ein Gespräch zwischendurch gibt es kaum. Denn die, die hier sitzen, müssen vieles im Blick haben. Bei einem internistischen Notfall, der gemeldet wird: Wie viele Rettungswagen sind bereits im Einsatz? Welche der sechs Rettungswachen ist zuständig? Muss ich den Rettungshubschrauber alarmieren, weil alle Krankenwagen bereits anderweitig im Einsatz sind? Bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und ausgelaufenen Gefahrgutstoffen: Welcher Alarmplan greift? Welche Feuerwehr ist zuständig? Wie viele Rettungswagen müssen hierhin geschickt werden? Bei einem Brand: Welche Wehr ist zuständig? Müssen besondere Löschfahrzeuge hinzugezogen werden – und wenn ja, von welcher Wehr? Zudem werden hier Krankentransporte organisiert, und auch der Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes läuft über die Leitstelle.

80 000 Anrufe pro Jahr

Und da ein Unglück selten allein kommt, können natürlich auch mehrere Notrufe kurz hintereinander bei der 112 eingehen. 80 000 Anrufe sind es pro Jahr, die hier landen. Nicht alle sind freilich Notfälle. Im Schnitt sind es 120 Rettungsdiensteinsätze und 5 Feuerwehreinsätze täglich, die koordiniert werden müssen. Da heißt es Ruhe und Überblick bewahren. "Die Aufgabe ist wirklich anspruchsvoll", sagt Matthias Bauer, stellvertretender Fachbereichsleiter Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, über den Beruf der 13 Männer, die hier rund um die Uhr am Funk sitzen und über eine ganze Wand von Computermonitoren die Einsatzkräfte alarmieren und delegieren.

An diesem Freitagmorgen sind es Jürgen Eß und Gerhard Bruder, die in der Leitstelle Dienst haben. Zwei Personen sind die Mindeststärke, aber in der Nacht war hier mehr los. Es war die Nacht, in der das Steinbacher Bürgerhaus und ein Dachstuhl in Neu-Anspach gebrannt haben. Ferner gab es auch noch die "normalen" Notrufe von Bürgern , die Hilfe benötigten.

Dabei wird den Disponenten auch schon psychologisches Geschick abverlangt. Denn in Notsituationen sind Menschen aufgeregt, können sich nicht richtig ausdrücken oder vergessen schon mal ihre Adresse. Dann müssen Eß, Bruder und ihre Kollegen beruhigend auf die Anrufer einwirken.

"Alle Disponenten haben eine Ausbildung im Rettungswesen", sagt Bauer. Sie seien Rettungssanitäter oder Gruppenführer bei der Feuerwehr. Das sei auch notwendig. Denn wer die Einsätze koordinieren wolle, müsse auch abschätzen können, wie eine Feuerwehr funktioniere. (aw)

Artikel vom 10. Februar 2013, 21.50 Uhr

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